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Buick Roadmaster in der 5. Generation

Ende 1990 belebte General Motors den Namen Buick Roadmaster neu und bezeichnete damit einen großen, heckgetriebenen Kombi, der wie die gleichzeitig gebauten Chevrolet Caprice und Oldsmobile Custom Cruiser auf der B-Plattform basierte.

Im Frühjahr 1991 wurde dem Kombi eine viertürige Limousine zur Seite gestellt. Zur Serienausstattung beim Roadmaster Estate Wagon genannten Kombi zählten Holzfolien-Applikationen an den Flanken, das Vista Roof, ein fest montierter Glasdacheinsatz über der zweiten Sitzreihe, zwei Airbags (auch für den mittleren Sitz vorne) und ABS. Der Estate Wagon bot, dank durchgehender vorderer Sitzbank (bestehend aus zwei nebeneineinander befindlichen Sitzen) und Klappsitzen im Gepäckraum, bis zu acht Personen Raum. Legte man zweite und dritte Sitzreihe um, ergab sich ein über zwei Meter langer Laderaum. Die Heckscheibe ließ sich elektrisch separat öffnen, die Heckklappe konnte man entweder nach der Seite (links angeschlagen) schwingen oder nach unten klappen, wodurch sich die Ladefläche verlängern ließ. Nach unten geklappt ist die Heckklappe so stabil, dass darauf mehrere Personen sitzen können. Der Laderaum bietet mit 1550 Liter Kofferraum bei 6 verwendeten Sitzen und 2600 Liter bei drei Sitzen im Verhältnis Personenzahl plus Kofferraum die besten jemals von einem konventionellen Pkw gebotenen Werte. Mehr Platz boten nur von Lieferwagen abgeleitete Kleinbusse, die in der Regel ebenfalls als PKW gelten.

Anfangs wurde der Roadmaster von einem von Chevrolet stammenden 5,7-l-V8-Motor im Verein mit einem Viergangautomatikgetriebe angetrieben, ab Modelljahr 1994 kam stattdessen ein vom Motor der Chevrolet Corvette abgeleiteter 5,7-l-V8-Motor mit dem Identifikationskürzel LT1 zum Einsatz. Diese Maschine mit ihren 260 PS erzielt für ein Familienauto damals eher ungewöhnliche Fahrleistungen (6,7 s auf 96 km/h, wobei unter Ausnutzung des Kickdown bei der Automatik nur einmal bei 120 km/h in den zweiten Gang gewechselt wird, der dann bis zur elektronisch abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h anliegt) und ist mit sehr niedrigen Drehzahlen auch ungewöhnlich komfortabel.

Im Sommer 1996 endete die Herstellung des Roadmaster sowie seiner Parallelmodelle Chevrolet Caprice, Oldsmobile Custom Cruiser und Cadillac Fleetwood Brougham. Mit ihnen endete auch die Ära der Full-Size-Automobile klassischer Prägung bei General Motors.

Von der letzten Roadmaster-Modellreihe entstanden in knapp sechs Jahren insgesamt rund 199.000 Exemplare.