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Cadillac DeVille

Der Cadillac DeVille war eine Baureihe der zum US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors gehörenden Marke Cadillac. Nachdem zuvor bereits bestimmte Ausstattungslinien anderer Cadillac-Modelle die Zusatzbezeichnung DeVille erhalten hatten, wurde der Cadillac DeVille ab 1959 zu einer eigenständigen Modellreihe, die bis 2005 in verschiedenen Serien als zweitüriges Coupe DeVille und als viertürige Limousine Sedan DeVille angeboten wurde; zeitweise war auch ein viersitziges Cabriolet im Programm.

Cadillacs DeVille, der vor allem mit den Continental- bzw. Town-Car-Modellen der Ford-Marke Lincoln und mit Chryslers Imperial-Reihe konkurrierte, war über viele Jahre hinweg der meistverkaufte Luxuswagen US-amerikanischer Herkunft. Die Positionierung der Baureihe innerhalb der Cadillac-Modellpalette wechselte im Laufe der Jahre mehrfach.

Der Cadillac DeVille als Limousine, Cabriolet und Coupé

Traditionell fertigte GM die Cadillac DeVille in vier Karosserievarianten als zwei- und viertüriges Coupé, als viertürige Limousine sowie als zweitüriges Cabriolet. Auch die Modelle der ersten eigenen DeVille-Baureihe (1965-1970) machten da zunächst keine Ausnahme. In der Länge unterschieden sich die Versionen der bis zu 5,71 Meter messenden Cadillac DeVille kaum. Auch der Radstand von knapp 3,30 Metern war für alle Aufbauten Standard. Desgleichen der V8-Motor, der in dieser Generation bis zu 7,7 Liter Hubraum umfasste und dem Cadillac DeVille eine Leistung von bis zu 276 kW (375 PS) zur Verfügung stellte. Wie in den USA in dieser Fahrzeugklasse üblich, gab es die Cadillac DeVille ausschließlich mit Automatikgetriebe.

Downsizing für die Cadillac DeVille im Zuge der ersten Ölkrise

Hatten die Cadillac DeVille bisher über die Hälfte der Verkäufe von Cadillac ausgemacht, so wirkten die in der nachfolgenden Generation von 1971 bis 1976 nur noch als Coupé und Limousinen angebotenen Modelle mit ihrer nun auf über 5,80 Meter gestreckten Karosserie kaum mehr zeitgemäß. Der Grund: Die erste Ölkrise der 1970er Jahre stellte die Konstruktion von Fahrzeugen mit über zwei Tonnen Gewicht, Hubraumvolumen von 7,7 Litern und Motoren mit 254 kW (345 PS) grundsätzlich in Frage. GM reagierte darauf, indem es im Baujahr 1972 die Motorleistungen der Cadillac DeVille radikal auf 162 kW (220 PS) reduzierte. Mit dem Baujahr 1974 erhielten die Cadillac DeVille die aus dem Cadillac Eldorado stammenden V8-Aggregate der 8,2 Liter Hubraumklasse, die 140 kW (190 PS) leisteten.